Radfahren:

Radfahren ist eine hervorragende Möglichkeit, um seine Gesundheit zu stärken und zu erhalten. Wer regelmäßig radelt, beugt gravierenden Zivilisationsproblemen wie Rückenschmerzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Als ausgewogene körperliche Aktivität reduziert das Radfahren das Herzinfarktrisiko um mehr als 50 %.

Gesundheitsvorsorge per Drahtesel
Eine soeben veröffentlichte Studie der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln zeigt es: Radfahren ist eine hervorragende Möglichkeit, um seine Gesundheit zu stärken und zu erhalten. Die Kölner Sportwissenschaftler haben über 7000 Einzelstudien zu diesem Thema ausgewertet. Das Ergebnis war eindeutig: Wer regelmäßig den Drahtesel benutzt, der beugt gravierenden Zivilisationsproblemen wie Rückenschmerzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Eine ausgewogene körperliche Aktivität, wie sie das Radfahren bietet, reduziert das Herzinfarktrisiko um mehr als 50 Prozent. Durch das regelmäßige Fahrradfahren erhöht sich das Schlagvolumen des Herzens, die Pumpleistung beruhigt sich und der Blutdruck sinkt letztendlich. Darüber hinaus wird dabei das schädliche, für die Verkalkung der Blutgefäße verantwortliche LDL-Cholesterin abgebaut, während die Menge des nützlichen, für den Gefäßschutz dienlichen HDL-Cholesterins im Körper zunimmt.

Radfahren kräftigt zudem den Bewegungsapparat. Dabei ist besonders von Vorteil, dass 70 - 80% des Körpergewichts durch den Fahrradsattel aufgefangen werden. Muskeln und Gelenke werden auf diese Weise schonend trainiert und müssen nicht - etwa wie beim Joggen oder anderen Sportarten - das Gewicht des Körpers aushalten. Wenn man eine optimale Sitzhaltung mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper einnimmt, haben Rücken- und Bauchmuskeln eine leichte Spannung und kräftigen und stützen so den Rumpf. Wenn die Rückenmuskulatur leicht trainiert ist, werden Schläge und Vibrationen besser von der Wirbelsäule fern gehalten. Die gleichmäßige Beinbewegung auf dem Fahrrad trainiert besonders die Muskulatur im Lendenwirbelbereich. Stimuliert werden auch kleine stabilisierende Muskeln an den Rückenwirbeln, die man durch Gymnastikübungen kaum gezielt ausbilden kann. Positiv wirkt sich für die Wirbelsäule vor allem aus, dass durch die Bewegung infolge osmotischer Prozesse dafür gesorgt wird, dass Flüssigkeit in die Bandscheiben gelangt. Diese sind dadurch geschmeidiger und weniger anfällig für Beschwerden.